Ausstellung „Im Augenblick der Dauer“ eröffnet

In der Kunst sieht Helena Gaikalowa kein Sahnehäubchen, sondern eine zusätzliche, offene Denk-Ebene von besonderer Qualität. „Kunst ist für mich auch ein Gegenentwurf zur zifferbasierten Welt, der das Menschliche in uns bewahrt“, sagt die in Hannover lebende Künstlerin. Bei der jetzt in der KWS Art Lounge NEWCOMER eröffneten Ausstellung „Im Augenblick der Dauer“ sind ihre Werke bis zum 22. November zu sehen. Auf Papieren von DIN A4 bis hin zu Formaten von einigen Quadratmetern Größe lotet sie die Grenzen des Mediums Zeichnung aus.

„Jede neue Papierbahn beginnt mit einer inneren Verneigung vor dieser unentschlüsselbaren Welt und ihrem menschlichen Duplikat: der nicht minder unergründlichen Kunst“, sagt sie. Gut eine Woche vor der Eröffnung hat Helena Gaikalowa mit der Umsetzung ihrer Gedanken direkt in den Räumen der Art Lounge begonnen, die multimediale Installation besteht aus Zeichnungen, Fotos und Video.

Stephan Krings, Leiter Globales Marketing und Kommunikation bei KWS, begrüßte die Gäste und eröffnete die Ausstellung, die erste Einzelausstellung für Helena Gaikalowa. Michael Stoeber, Kunstkritiker und Autor aus Hannover, machte bei der Vernissage auf den Unterschied zwischen Produktions- und Rezeptionsästhetik aufmerksam. Im Sinne von Umberto Ecos „Das offene Kunstwerk“ könne der Betrachter der Kunst von Helena Gaikalowa offene Werke sehen, bei denen jeder andere Assoziationen habe und je nach Wissen oder Stimmung anders interpretiere.

Helena Gaikalowa studierte Germanistik in Kasachstan und Bildende Kunst an der Fachhochschule Hannover bei Professor Sigrun Jakubaschke und Professorin Verena Vernunft. Das Kunststudium unterbrach sie 2004 für ein Auslandssemester an der Hiroshima City University in Japan, ermöglicht durch ein DAAD-Stipendium. Nach ihrem Diplom wurde die Künstlerin Meisterschülerin von Professorin Vera Vernunft. Helena Gaikalowa ist auch freie Kuratorin für interdisziplinäre Projekte und Mitinitiatorin des Kunstraums „Konnektor – Forum für Künste“ in Hannover, wo sie zurzeit lebt und arbeitet.

Der Musiker und Künstler Damian Marhulets hat zur Eröffnung mit seiner elektroakustischen Suite „Ontology of the Fold“ die Arbeiten Helena Gaikalowas untermalt und unterstrichen.

In der Ausstellung „Im Augenblick der Dauer“. Foto: Frank Bertram
Damian Marhulets untermalte die Ausstellungseröffnung musikalisch elektroakustisch. Foto: Frank Bertram
Michael Stoeber (rechts) und Stephan Krings bei der Vernissage. Foto: Frank Bertram
Stephan Krings (l.) begrüßte die Gäste der Vernissage. Foto: Frank Bertram
Michael Stoeber (links) sprach bei der Vernissage. Foto: Frank Bertram
Michael Stoeber, Helena Gaikalowa und Stephan Krings bei der Vernissage. Foto: Frank Bertram

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s